Eitensheim Ortskern
Sonnenuntergang
Carlshof Innenhof
Sebastikapelle

Geschichte

 

Der Name Itinesheim belegt, dass der Ursprung des Ortes Eitensheim in die Zeit der bayuwarischen Besiedelung im 550 n. Chr. zu legen ist.  

 

So bestanden im Jahre 742, als Graf Suidgar dem hl. Willibald die „Regio Eystatt“ schenkte, neben dem sog. Urmaierhof sicherlich bereits weitere Höfe. 

 

  908   5. Febr.: Erste urkundliche Erwähnung: König Ludwig IV (das Kind) überträgt dem Bischof Erchanbald von Eichstätt u.a. die Bannwaldrechte. Grundherrschaftlich aber gehört Eitensheim um diese Zeit zur Grundherrschaft Hirschberg. 

 

  918 9. Sept.: König Konrad I. bestätigt dem Bischof Uodalfrid obengenannte Rechte. 

 

1002 11. Jan. Bischof Megingaud verschafft sich diese Rechte ein drittes Mal von Kaiser Otto III. 

 

1304 3. Febr.: Graf Gebhard von Hirschberg verkauft wegen Verschuldung den Urmaierhof und weitere Höfe an seine „getreue Agnesen der Judmanin“ von Gerolfing. Bald darauf stirbt der Graf ohne rechtmäßige Erben. 

 

1305 Im Schiedsspruch von Wernstall (eine ehemalige Burg zwischen Gaimersheim und Eitensheim, in der Nähe der jetzigen Bahnlinie gelegen) kommt der größte Teil der Hirschberger Grafschaft an das bischöfliche Hochstift Eichstätt und so auch die ganze Gemarkung Eitensheim. 

 

Aus der vormaligen Eigenkirche des Urmaierhofes wurde eine bischöfliche Eigenkirche, d.h. ab diesem Zeitpunkt steht allein dem Bischof von Eichstätt das Recht zu, den Ortsgeistlichen zu ernennen. 

 

Die alljährlichen Abgaben (der „Zehent“) sind nach Eichstätt abzuführen; Lehensträger sind: das Domkapitel, das Stadtkastenamt, das Hospital zum Hl. Geist, das Rentamt Eichstätt, das Kloster Maria Stein und die Pfarrkirche Eitensheim. 

 

In den Wirren der Reformation des 16. Jahrhunderts bleibt Eitensheim eichstättisch und damit beim katholischen Glauben. 

 

So steht der Ort fast genau ein halbes Jahrtausend lang nicht nur unter der geistlichen, sondern auch unter der weltlichen Herrschaft der Bischöfe. 

 

1802 In der Säkularisation wird Eitensheim zunächst für ein halbes Jahr bayerisch,  

um dann 

 

1803 vorübergehend an das Großherzogtum Toskana (Italien) zu fallen. 

 

1805 Infolge des Pressburger Friedens kommt Eitensheim endgültig zum Kurfürstentum (bzw. ab 1806 zum Königreich) Bayern. 

 

1868 Die Bahnstrecke Ingolstadt/Treuchtlingen wird erbaut; heute verkehren auf dieser Linie 180 bis 200 Züge täglich. 

 

Nach der neuen administrativen Einteilung Bayerns im 19. Jahrhundert wird die Gemeinde dem Landkreis Ingolstadt und damit dem Regierungsbezirk Oberbayern zugeordnet. 

 

1972 1. Juli: Im Zuge der Landkreisgebietsreform wird Eitensheim dem vergrößerten Landkreis Eichstätt angegliedert, bleibt aber oberbayerisch. 

 

Heute bildet die Gemeinde zusammen mit Böhmfeld eine Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Eitensheim.